Familie Fabaceae Lindl. ‒ Hülsenfruchtgewächse

Leguminosae Juss.

Sehr vielgestaltig.
Kräuter, Sträucher oder Bäume;
Blätter wechselständig, meist gefiedert oder dreizählig, mit Nebenblättern;
Blüten zwittrig, 5zählig (oder Mehrfaches davon), meist in Trauben;
Kelchblätter verwachsen;
Kronblätter 5, ungleich: 1 nach oben stehende Fahne, 2 seitliche Flügel, die das aus 2 Kronenblättern gebildete Schiffchen umgeben;
Staubblätter 10, ihre Fäden zu einer Röhre verwachsen oder 1 Staubfaden frei;
Fruchtblätter 1, oberständig;
Frucht eine Hülse.

Von den vier Unterfamilien sind in Hessen nur die Faboideae heimisch.

Diskussionsfassung von Thomas Gregor und Sylvain Hodvina erstellt; Ergänzungen von Uwe Barth, Horst Brand, Christian Feuring, Uta Hillesheim-Kimmel, Helmut Jesberg, Klaus-Dieter Jung, Heinz Kalheber, Detlef Mahn, Uwe Raabe, Susanne Raehse, Bernd Sauerwein, Marcus Schmidt, Werner Schubert, Markus Sonnberger und Markus Wieden.


Gattungsschlüssel

1

Bäume oder größere Sträucher

2

Kräuter oder Zwergsträucher

9




2

Bäume

Robinia

größere Sträucher

3




3

Blätter nadelförmig

Ulex

Blätter nicht nadelförmig

4




4

Blätter einfach

Genista

Blätter zusammengesetzt

5




5

Blätter dreiteilig

6

Blätter gefiedert

7




6

Blütenstand eine hängende Traube

Laburnum

Blüten einzeln

Cytisus




7 (5)

Blätter paarig gefiedert

Caragana

Blätter unpaarig gefiedert

8




8

Blüten gelb, in armblütigen Trauben, Hülsen aufgeblasen

Colutea

Blüten blau bis violett, in vielblütigen Trauen, Hülsen nicht aufgeblasen

Amorpha




9 (1)

Blätter ohne Blattspreite

Lathyrus

Blätter mit Blattspreite

10




10

Blätter gefingert und deutlich gestielt

Lupinus

Blätter nicht gleichzeitig gefingert und deutlich gestielt

11




11

Blätter gefiedert

12

Blätter nichr gefiedert

23




12

Blätter paarig gefiedert

13

Blätter unpaarig gefiedert

14




13

Stängel meist verbreitert, Fiedern meist parallelnervig

Lathyrus

Stängel nicht verbreitert, Fiedern fiedernervig

Vicia




14 (12)

Endblättchen größer als Seitenblättchen

Anthyllis

Blättchen etwa gleichgroß

15




15

Blätter 5-blättrig (unterstes Blattpaar nebenblattartig)

16

Blätter mit mindestens 7 Blättern

17




16

Blüten gelb

Lotus

Blüten überwiegend weiß

Dorycnium




17 (15)

Blüten in Dolden

18

Blüten anders

21




18

Blüten weniger als 1 cm lang

Ornithopus

Blüten größer

19




19

Blüten überwiegend weiß mit rötlichen und blauen Anteilen

Securigera

Blüten gelb

20




20

Hülsen geschlängelt

Hippocrepis

Hülsen gerade

Coronilla




21 (17)

Blüten rosa

Onobrychis

Blüten gelb oder bläulichweiß

22




22

Blüten gelb

Astragalus

Blüten bläulichweiß

Galega




23 (11)

Blüten in vielblütigen, lockeren Trauben

Melilotus

Blütenstand anders

24




24

Blüten zu 1‒2 in Blattachseln

Ononis

Blüten in dichten Blütenständen

25




25

Blüten in kopfigen, teilweise armblütigen Trauben

Medicago

Blüten in dichten, vielblütigen, meist verlängerten Blütenständen

Trifolium


Bislang nicht ausgeschlüsselt: ChamaecytisusCicerGleditsiaLensPhaseolusPisumTrigonella  und Wisteria.



Literatur