Einleitung

von Thomas Gregor & Sylvain Hodvina

Zitiervorschlag: Gregor T., S. Hodvina & Mitarbeiter 2013: Beiträge zur Pflanzenwelt in Hessen. ‒ Frankfurt am Main; veröffentlicht im Internet unter http://www.botanik-hessen.de/Pflanzenwelt.


1. Anlass

Bisher ist es trotz verschiedener Anläufe nicht gelungen, eine Flora für das Bundesland Hessen zu erstellen. Im Rahmen des ProFlorHes-Verbundes sollen die vorhandenen Informationen zur hessischen Pflanzenwelt zusammengestellt, kritisch gesichtet und nach Fertigstellung im Internet veröffentlicht werden.

2. Mitarbeit

Rohtexte zu einzelnen Familien werden derzeit von Thomas Gregor und Sylvain Hodvina erstellt.
In einem Zeitraum von 3 Monaten nach Übersendung der Rohfassung kann jeder an der Verbesserung und Präzisierung der Inhalte dieser Seiten mitarbeiten. Danach werden die Familien­bearbeitungen im Internet veröffentlicht.
Auch nach der Einstellung in das Internet können die Texte nach Bedarf jederzeit aktualisiert werden.
Jeder Mitarbeiter wird genannt.

3. „Kopfdaten“

In die Gattungs- und Artschlüssel werden alle eingebürgerten Arten aufgenommen. Sehr seltene unbeständige Arten bleiben vorläufig in den Schlüsseln unberücksichtigt.
Die Familienmerkmale werden ohne Abkürzungen geschrieben.
Grundlage für die systematische Gliederung ist Rothmaler (Jäger & Werner 2005, Jäger 2011), um den Vergleich mit dieser gebräuchlichen deutschen Flora zu erleichtern.
Die Angabe des Artnamens erfolgt mit Autor, Jahr, geprüftem Zitat und wenn möglich Link zur Publikation.

4. Artangaben

Es erfolgen knappe, für Hessen relevante Angaben zu Ansprüchen, Verbreitung und Nutzung.
Gefährdungsgrade der aktuellen Roten Liste Hessens werden angegeben.
Bei seltenen und sehr seltenen Arten werden Fundlisten erstellt und alle Funde in einer nach Landkreisen geordneten Liste mit ‒ soweit möglich und sinnvoll ‒ erstem und letztem Literatur-Nachweis belegt; außerdem werden Herbarbelege angeführt. Die Fundort-Angaben werden gekürzt und heutiger Schreibweise angepasst.
Soweit möglich werden zu diesen Arten auch Punkt-Verbreitungskarten erstellt. Zur zeitlichen Gliederung der Nachweise wird folgende Einteilung vorgenommen: Vorkommen vor 1900, Vorkommen zwischen 1900 und 1979, Vorkommen ab 1980.

Für die einzelnen hessischen Landschaften (Regionen aus größeren naturräumlichen Einheiten) werden Häufigkeitsabschätzungen (Rasterfrequenzen der TK-Viertel) angegeben: Bilder, die charakteristische Merkmale der Arten oder ihren Lebensraum zeigen, können ebenso wie Fotos von Herbarbelegen ergänzt werden. Ausreichende fotografische Qualität ist dabei selbstverständlich, ebenso wie unbedingt der Name des Fotografen, Aufnahmedatum und Aufnahmeort angegeben sein müssen. Die Bilder sollten außerdem aus Hessen stammen. Mit der Überlassung eines Fotos wird der BVNH das Recht zur Veröffentlichung eingeräumt.
Bislang noch nicht entschieden ist, ob Chromosomenzählungen aus Hessen bei den einzelnen Arten genannt oder in einer zentralen Datei zusammengefasst werden.

5. Literatur

Entsprechend dem Fortgang des Projektes wird eine Literaturliste auf der Basis des Standards von „Botanik und Naturschutz in Hessen“ erstellt und ebenfalls im Internet angeboten.
Nur in Sonderfällen wird auch Graue Literatur berücksichtigt.

6. Sonstiges

Ein Glossar wird aufgebaut, das neben textlichen Erläuterungen von Fachbegriffen auch graphische Darstellungen umfassen soll.
Da die Arbeit am Projekt weitgehend ehrenamtlich durchgeführt wird, kann der Fortschritt nur langsam erfolgen. Es wird aber angestrebt, etwa 10 Familien jährlich zu bearbeiten, was einer Bearbeitungszeit von circa 10 Jahren entspricht.

7. Erläuterungen

Die hessischen Kreise und kreisfreien Städte werden bei den Fundortlisten von Nord nach Süd in gekürzter Form genannt:



Landkreis Kassel

Kassel-Land

Landkreis Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg

Stadt Kassel

Kassel

Werra-Meißner-Kreis

Werra-Meißner

Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg

Landkreis Marburg-Biedenkopf

Marburg-Biedenkopf

Lahn-Dill-Kreis

Lahn-Dill

Landkreis Gießen

Gießen

Vogelsbergkreis

Vogelsberg

Landkreis Fulda

Fulda

Landkreis Limburg-Weilburg

Limburg-Weilburg

Hochtaunuskreis

Hochtaunus

Wetteraukreis

Wetterau

Main-Kinzig-Kreis

Main-Kinzig

Rheingau-Taunus-Kreis

Rheingau-Taunus

Stadt Wiesbaden

Wiesbaden

Main-Taunus-Kreis

Main-Taunus

Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main

Stadt Offenbach am Main

Offenbach am Main

Landkreis Offenbach

Offenbach

Kreis Groß-Gerau

Groß-Gerau

Landkreis Darmstadt-Dieburg

Darmstadt-Dieburg

Stadt Darmstadt

Darmstadt

Kreis Bergstraße

Bergstraße

Odenwaldkreis

Odenwald


Herbarien mit internationalen Abkürzungen (Darmstadt = DANV, Senckenberg = FR, Fulda = FULD, Kassel = KASSEL, Marburg = MB, Wiesbaden = WIES).
Hessische Belege aus anderen Herbarien sind ebenso möglich.

Landschaften: Die hessischen Naturräume werden entsprechend der Regionalgliederung der hessischen Roten Liste zu Landschaften zusammengefaßt:



OB

Osthessisches Bergland (mit Thüringer Becken)

 

Werra-Hügelland mit Thüringen Becken und Weser-Leine-Hügelland

 

Fulda-Hügelland

 

Rhön und Fuldaer Becken

 

Vogelsberg

 

 

Od

Odenwald

 

 

ORT

Nördliches Oberrheintiefland

 

 

RMT

Rhein-Main-Tiefland (mit Mittelrheingebiet)

 

Mittelrheintal mit Rheingau

 

Untermainebene mit Messeler und Reinheimer Hügelland

 

Wetterau mit Main-Taunus-Vorland

 

 

Sp

Spessart

 

Büdingen-Meerholzer-Hügelland

 

 

Süderbergland

 

Ostsauerländer Gebirgsrand

 

 

Ta

Taunus (mit Gießen-Koblenzer Lahntal)

 

Taunus mit Lahntal unterhalb Burgsolms und Limburger Becken

 

 

WBS

Westhessisches Berg- und Senkenland (mit Oberem Weserbergland, Weser-Leine-Bergland)

 

Solling, Bramwald und Reinhardswald

 

Westhessisches Hügelland

 

Westhessische Senke

 

Marburg-Gießener Lahntal, Vorderer Vogelsberg und Amöneburger Becken

 

Weilburger Lahntal

 

 

We

Westerwald


Gliederung der Regionen:

Übersicht der Regionen und Landkreise Hessens
Regionen und Landkreise in Hessen